FJP hat den Zuschlag für die Bearbeitung der Modellprojekte zur landschaftsplanerischen Steuerung des natürlichen Klimaschutzes erhalten. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Kooperation mit der Hochschule Anhalt untersucht, wie die Landschaftsrahmenplanung Beiträge zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität künftig noch wirksamer vorbereiten kann. Im Mittelpunkt stehen natürliche Ökosysteme wie Moore, Wälder, Gewässer, Böden und landwirtschaftlich genutzte Räume sowie ihre Bedeutung für CO₂-Speicherung, Wasserrückhalt, Biotopverbund und klimaresiliente Landschaften.
FJP unterstützt das Vorhaben mit einem GIS-gestützten Bearbeitungskonzept mit dem Ziel, beispielhafte Planaussagen zu Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung für Landschaftsrahmenpläne zu generieren. Zunächst werden Geofachdaten, vorhandene Planungen und regionale Fachinformationen in drei Modellregionen systematisch ausgewertet. Darauf aufbauend entstehen Schutzgut- und Konfliktanalysen, mit denen besonders empfindliche und durch den Klimawandel gefährdete Bereiche identifiziert werden. Für ausgewählte Vertiefungsräume werden Leitbilder, Entwicklungsziele und räumlich verortete Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes erarbeitet. Dazu gehören unter anderem Ansätze zur Stärkung des Landschaftswasserhaushalts, zur Sicherung kohlenstoffreicher Böden, zur Förderung resilienter Lebensräume und zur besseren Einbindung der Maßnahmen in Regionalplanung und Bauleitplanung.
Mit dem Projekt leistet FJP einen praxisnahen Beitrag dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse in anwendbare Planungsgrundlagen zu übersetzen und übertragbare Lösungen für eine klimaangepasste, funktionsfähige Landschaftsentwicklung zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen bundesweit Modellcharakter haben und künftige Planungsprozesse auf regionaler und kommunaler Ebene unterstützen.