Flächenpotenzialanalyse Solar, Spremberg

Auftraggeber: Stadt Spremberg | Grodk
Bearbeitung: 2020
Flächengröße: 20 km²
Ort: Spremberg | Grodk

Die Stadt Spremberg | Grodk in der Niederlausitz beabsichtigt in Zukunft im Flächennutzungsplan (FNP) Gebiete als „Sonderbauflächen Solar“ auszuweisen. Im Zuge der Energiewende sollen demnach neben den bereits vorhandenen Konzentrationszonen für die Windenergie ebenfalls Eignungsflächen für Solaranlagen integriert werden. Als Vorbereitung auf dieses Vorhaben wurde eine Flächenpotenzialanalyse für das gesamte Stadtgebiet durchgeführt. Die Umgebung von Spremberg | Grodk zeichnet sich durch ihre industrielle Prägung als ehemaliges Braunkohletagebaugebiet (Welzow-Süd) und als Naherholungsort für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten – wie Radfahren oder Wandern, aus. Bei der Analyse galt es die Qualitäten des Stadtgebiets zu berücksichtigen und bereits vorbelastete Flächen als Potenziale zu bevorzugen.

In einem ersten Schritt wurde in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber ein Kriterienkatalog für die Flächenpotenzialanalyse Solar erarbeitet. Mit Hilfe der Kategorisierung in harte und weiche Restriktionskriterien entstand ein umfänglicher Katalog mit rund 40 Kriterien. Diese beinhalteten unter anderem Themen wie Schutzgebiete, konkurrierende Nutzungen, Belange der Raumordnung sowie Abstandflächen zu sensiblen Bereichen. Diese Kriterien wurden in einem GIS- Programm zu einer Themenkarte zusammengeführt und als Grundlage für die Restriktionsanalyse genutzt. Im zweiten Schritt wurden die geeigneten Bereiche für potenzielle Freiflächensolaranlagen herausgearbeitet und kartografisch dargestellt. Anhand abgestimmter Gewichtung sowie anhand von Anforderungen an die Flächen – beispielsweise durch eine Mindestflächengröße von 10 ha, ließen sich Prioritäten für mögliche Solarfreiflächenanlagen abzeichnen und die geeignetsten Flächen ermitteln.